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Heute möchte ich eine Serie von drei Videos zum Thema Backups, also Datensicherung, präsentieren. Im ersten Video geht es darum, eigene Dateien wie z. B. Fotos, Musik, Videos usw. zu sichern. Eine App, die ich täglich benutze und sehr mag, ist Pika Datensicherung.

Warum Pika?

Für meinen Videokanal bevorzuge ich einfache, effiziente und sichere Lösungen. Pika ist in dieser Hinsicht perfekt. Es sehr einfach auf für einen Anfänger oder eine Anfängerin und unter der Haube von Pika verbirgt sich die effiziente und geniale Backup-Lösung BorgBackup.

Randbemerkung: Pika oder Amerikanischer Pika heißt auf Deutsch „Amerikanischer Pfeifhase“. Dieser Hase ist seht schnell, pfeift regelmäßig um sein Revier zu markieren und sammelt eine Menge Blätter für den Winter.

Was ist so genial an BorgBackup?

BorgBackup ist ein Programm, mit dem man Daten archivieren kann. Es bietet die Funktionen Deduplizierung, Komprimierung und Verschlüsselung.

Was bedeutet Deduplizierung? Ganz einfach: Es werden keine Duplikate gespeichert. Das heißt konkret: Wenn ich am Montag die Fotos 1, 2 und 3 sichere und dies am Dienstag, Mittwoch usw. wiederhole, werden die Fotos nur einmal gespeichert. Das spart eine Menge Platz.

Zusätzlich sind die Backups komprimiert und es ist möglich, ein Passwort zu setzen, sodass keine unbefugte Person Zugriff auf die Backups hat. Das ist ziemlich cool!

Neugierig auf Pika Datensicherung?

Lass uns es jetzt auf meinem Demo-Linux-PC anschauen.

Pika ist eine Gnome Anwendung kommt als Flatpak-Paket und ist dadurch über die Anwendungsverwaltung einfach zu installieren.

Das machen wir jetzt.

Im Menü klicke ich auf „Anwendungsverwaltung“ und öffne die Suchmaske. Dort schreibe ich „pika“ und klicke auf „Pika Datensicherung“. Anschließend klicke ich auf „Installieren“. Im Fenster „Zusätzliche Programme werden installiert“ klicke ich auf „Fortfahren“. Nach der Installation klicke ich auf „Starten“.

Bevor ich mit der Einrichtung beginne, fixiere ich das Pika-Icon in der Leiste. Um eine Datensicherung, also ein Backup, zu erstellen, braucht man logischerweise eine externe Festplatte, die mindestens doppelt so groß sein sollte wie die Festplatte im PC.

Es gibt zwei Sorten von externen Festplatten, die regulären Festplattenlaufwerk (HDD) und die Solid-State-Laufwerk (SSD). Festplattenlaufwerk sind langsamer aber wesentlich billiger als die Solid-State-Laufwerk. Hier ein Preis-Vergleich mit einer 1TB Festplatte:

Im April 2026 kostest z.B. bei reichelt.de

  • eine 1TB HDD zwischen 55€ und 80€ je nach Marke
  • eine 1TB SSD zwischen 102€ und 300€ je nach Marke
    und Lese und Schreibe-Geschwindigkeit

Für diesen Demo-PC habe ich eine 2 TB Extreme Portable SSD von SanDisk, von der ich euch DRINGEND abraten möchte, da dieses Modell von SanDisk einen schlechten Ruf hat. Beispielsweise könnten eines Tages alle Daten weg sein. Für die kurze Nutzung in diesem Video ist es dennoch in Ordnung.

Für dieses Video habe ich dieses Laufwerk neu formatiert, weil die meisten Laufwerke, die man kauft, sind im Windows-Format FAT32. Ein ideales Format für Linux ist EXT4. Das geht ganz einfach mit der rechten Maustaste:

„Formatieren“ → dann, Dateisystem: EXT4, Datenträgername: z.B. DemoBackup

Das Programm zum Formatieren externer Laufwerke heißt „USB-Stick-Formatierer” und kann auch direkt über das Menü aufgerufen werden.

Jetzt die Einrichtung von PiKa

Jetzt klicke ich auf den blauen Button „Sicherung einrichten“

Wenn ich noch nie eine Sicherung für diesen PC gemacht habe, klicke ich auf „ein neues Sicherungsdepot anlegen >“

Normalerweise sollte ich drei Punkte haben:

  • Ort auf der Festplatte → Der Backup bleibt auf der normalen Festplatte des PCs. Grundsätzlich würde ich davon abraten, da ein Backup immer an einem anderen Ort als im gleichen PC gespeichert werden muss. Eine Ausnahme wäre, eventuell, wenn man eine zweite Festplatte im PC hat. Aber ideal ist es immer noch nicht!
  • Entfernter Ort → Das Backup befindet sich entweder auf einem NAS (Network Attached Storage), also einem Also einem kleinen Computer mit mehreren Festplatten, der zu Hause steht, oder auf einem Cloud-Server, der mit BorgBackup kompatibel ist, wie z.B. die StorageBox von Hetzner.
  • DemoBackup – 2.0 TB → Das ist die SSD-Festplatte, die ich für dieses Video benutzen werde.

Also klicke ich auf „DemoBackup – 2.0 TB >“

Hier werden drei Parameter gezeigt:

  • Depot Ordnername: DemoBackup → hier kann ich einen Ordner herstellen wo diese Backups abgelegt werden sollen, hier erstelle ich einen Ordner „Tägliche-Backups“
  • Depotname: meiner heißt im Moment „backup-Minze-pierre“ → das kann ich so lassen
  • Erweitere Optionen → Fortgeschrittene Benutzer und Benutzerinnen haben die Möglichkeit, Optionen oder Parameter an BorgBackup, das Backup-Programm hinter Pika läuft, zu übergeben.

Jetzt klicke ich auf „Weiter“

Im Fenstern „Verschlüsselung einrichten“ und Verschlüsselung verwenden klicke ich auf jeden Fall ja und im neue Fenster „ Verschlüsselung verwenden?“ klicke ich nochmals auf „ Verschlüsselung verwenden“.

Jetzt muss ich ein Passwort eingeben und benutze dafür den Passwort-Manager KeePassXC um ein gutes Passwort zu generieren wie z.B: K]v8{p2S}*#*Q47>aJFwM)eF#

das ich in KeePassXC sofort speichere!

In meinem letzten Video https://youtu.be/ruqoR4m07BU habe ich ausführlich über Passwörter bzw. das Programm KeePassXC berichtet.

Dann klicke ich auf „Amlegen“ und das Depot wird herstellt.

Jetzt könnte man sofort ein Backup erstellen, aber es lohnt sich, die weiteren Parameter anzusehen.

Wie ich schon am Anfang gesagt habe, ist Pika für die eigenen Dateien, also im persölichen Verzeichnis, gedacht. Aber natürlich können auch Verzeichnisse außerhalb von persölichen Verzeichnis gesichert werden. Seit der Version 0.8.x ist es auch möglich, einzelne Dateien zu speichern.

Genauso ist es möglich, Verzeichnisse auszuschließen. Auf meinem normalen Laptop habe ich beispielsweise das Verzeichnis „Win“ ausgeschlossen, in dem WinBoat läuft.

Zeitplan

Ganz oben gibt es den Button „Zeitplan“. Ich klicke darauf.

Hier ist es möglich, „regelmäßig Sicherungen anzulegen“. Auch darauf klicke ich.

Die Häufigkeit beginnt mit „Täglich“ und der Zeit – 17:00 Uhr.

Jede/jeder muss selbst wissen, was ihm oder ihr wichtig ist. Für manche reicht wöchentlich oder sogar monatlich. Für mich ist stündlich die richtige Wahl, das ist besonders praktisch, wenn ich programmiere, denn ich kann jederzeit zu einem bestimmten Punkt zurückkehren.

Das Schöne an Pika bzw. BorgBackup ist die Deduplizierung, durch die die Festplatte nicht so schnell voll wird. Ich kann also ruhig stündliche Backups machen lassen.

Zusätzlich kann ich alte Archive löschen lassen. Dafür klicke ich auf „Alte Archiv löschen“.

Hier kann ich zwischen „Viele behalten“, „Einige behalten“ und „Benutzerdefiniert“ wählen.

Unter „Details“ kann ich je nach Einstellung sehen, was es wirklich bedeutet.

Das Coole an Pika ist, dass es für einfach zu bedienen ist, wenn man damit erst anfängt, aber trotzdem fortgeschrittene Einstellungen wie „Benutzerdefiniert“ anbietet.

Klicke anschließend auf „Konfiguration speichern“.

Es erscheint ein kleines Fenster, das die Änderungen überprüft. In diesem Fall klicke ich auf „Anwenden“.

Ich gehe zurück auf „Datensicherung“ und klicke auf „Jetzt sichern“.

Da kaum Daten vorhanden sind, geht die Sicherung ziemlich schnell.

Ich habe ein paar Bilder von meinem deGoogled Android Smartphone kopiert, um überhaupt ein echtes Beispiel zu simulieren.

Wenn ich mit der rechten Maustaste auf den Ordner des Backups klicke, sehe ich die Option „Öffnen mit“ und wähle „Festplattenbelegungsanalyse“.

Ich sehe, dass das Backup 2,4 GB groß ist.

Ich mache erneut ein Backup und führe erneut die „Festplattenbelegungsanalyse“ aus. Das Ergebnis bleibt unverändert: Das Backup ist immer noch 2,4 GB groß!

Das ist das Wunder der Deduplizierung: Solange keine wesentlichen Dateien hinzukommen, bleibt die Backupgröße dieselbe.

Datei wieder erstellen

Der Hauptgrund, warum ich eine Sicherung erstelle, ist für den Fall, dass etwas schiefgeht oder ich aus Versehen eine Datei lösche und sie dann wiederherstellen kann.

Ich lösche also bewusst ein paar Bilder. Das mache ich jetzt. Ich gehe auf „Bilder” und lösche drei Bilder dauerhaft. Diese drei Bilder sind nun wirklich weg und auch nicht im Papierkorb.

Jetzt zurück auf PiKa und auch „Archive“ (auf Deutsch natürlich Archiv)

Hier sehe ich ein paar Tools, wie z.B. „Archive ausdünnen“, um manuell wieder mehr Platz zu schaffen, oder „Daten-Integritätsprüfung“, um zu kontrollieren, ob die Daten in Ordnung sind.

Aber was mich jetzt am meisten interessiert, ist die Wiederherstellung meiner drei Bilder.

Unter „Archive“ sehe ich die Backups, die ich gemacht habe.

Ich wähle ein Archiv nach dem Datum, wo ich denke, die gelöschte Datei ist noch vorhanden.

Und klicke auf „Gesicherte Dateien durchsuchen >“.

Dann öffnet sich der Dateimanager. Nun gehe ich auf Bilder.

Jetzt sehe ich wieder alle Bilder und kann meine drei Bilder kopieren und im Ordner Bilder sie wieder einfügen, so einfach ist es!

Fazit

Es passiert mir nicht so oft, dass ich eine Datei oder schlimmer einen ganzen Ordner verliere, aber es ist mir schon passiert und das ist ärgerlich. Ich mag’ nicht die gleiche Arbeit zweimal machen…

Einen Backup zu machen ist einfach! Die Festplatte kostet zwar ein bisschen Geld, aber immer noch weniger, als alles wieder neu zu machen…